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Stimmen aus dem Neuen Referendariat

Eindrücke und Erfahrungen unserer Teilnehmer:innen

Karo, Ausbildungsjahrgang 2024/25 

„Ich bin mit der Hoffnung ins Neue Referendariat gestartet, fachlich wie persönlich zu wachsen – durch Input, Begleitung und Austausch. Und genau das ist passiert: Die Module haben mir neue Inhalte vermittelt, aber vor allem Raum gegeben, mich selbst als Lehrperson zu reflektieren.
Am Anfang war Vieles neu und auch überfordernd – insbesondere die Verantwortung in Unterrichtsplanung und der Umgang mit Konflikten im Schulalltag. Die kontinuierliche Begleitung durch meine Mentorin, Reflexionsgespräche und Impulse aus den Seminaren haben mir geholfen, mehr Sicherheit zu gewinnen. Heute kann ich Herausforderungen mit gestärkter Haltung begegnen.

Ein Highlight war für mich die enge Verbundenheit in unserer Seminargruppe. Wir haben uns gegenseitig motiviert, inspiriert und auch einfach mal zugehört. Besonders beeindruckt hat mich die Hospitation an der Alemannenschule – das gelebte Konzept hat mir gezeigt, was alles möglich ist, wenn man Schule neu denkt.

Meine Abschlussarbeit entstand aus einer persönlichen Frage: Wie kann ich das Fach Ernährung und Soziales neu gestalten? Ich entwickelte ein Konzept mit Lernbausteinen, das auf Selbstständigkeit, Alltagskompetenz und Motivation setzt – ein konkreter Reformansatz, der im Schulalltag bleibt.“

Tobi, Ausbildungsjahrgang 2024/25 

„Ich habe mich recht spontan für das Neue Referendariat entschieden, als klar war, dass der klassische Weg ins Schulwesen für mich nicht passt. Ich bin also neugierig und mit wenig konkreten Erwartungen gestartet. Rückblickend war für mich das Highlight, so viele verschiedene reformorientierte Schulen kennengelernt zu haben – und zu sehen, dass gute Schule ganz unterschiedlich aussehen kann. Mein ganz persönliches Highlight war aber das Modul in Landau: spannende Inputs zum außerschulischen Lernen, gemeinsames Kochen und intensive Gespräche darüber, was Schule leisten kann und soll. Durch die sehr gemischte Gruppe haben wir aus ganz verschiedenen Ecken diskutieren können und ich denke, der schulartübergreifende Rahmen und die damit heterogene Gruppe ist ein großer Vorteil des Neuen Referendariats.
In meiner Schule arbeite ich im Spannungsfeld zwischen fachlicher Vermittlung und dem Wunsch nach authentischer, schüler:innenzentrierter Pädagogik. Im Neuen Referendariat habe ich Sicherheit gewonnen, besser zu spüren, wann Struktur und wann Freiraum nötig ist.
Unsere bunt gemischte Gruppe war ein großer Schatz–schulartübergreifend, vielfältig, immer im Austausch.
In meiner Abschlussarbeit ging es um ein Geschichtsprojekt mit dem Stadtarchiv: Die Schüler:innen wurden selbst zu Historiker:innen und präsentierten ihre Ergebnisse in einer Ausstellung. Das Projekt bleibt – samt Kooperation mit Stadtrchiv und Kulturverein.“

Lucas, Ausbildungsjahrgang 2024/25 

„Um ehrlich zu sein, hatte ich bis zu den Kennenlerntagen keine wirkliche Vorstellung davon, was mich im Neuen Referendariat erwartet. Ich hatte eigentlich nicht vor ein Referendariat zu machen – umso dankbarer bin ich, dass ich der Einladung meiner Schule gefolgt bin.
Ich wurde reich beschenkt: mit wertvollen Impulsen, Wissen, Methoden, neuen Freund:innen und einem Netzwerk aus Expert:innen.

In diesem Jahr habe ich viel an einem ‚gesünderen Perfektionismus‘ gearbeitet. Im Austausch mit meinen Begleitpersonen konnte ich meine Wünsche und Ansprüche reflektieren. Besonders bereichernd war für mich der kollegiale Austausch – wir haben konstruktiv diskutiert und Wertschätzung erlebt. Unsere gemeinsame Haltung feiert Menschlichkeit, Fehlerhaftigkeit, Diversität und spielerisches Lernen.
Ein Highlight war für mich das Modul mit Annalena Maas – Konflikte theatralisch eskalieren zu lassen und dann gemeinsam nach Veränderungsmöglichkeiten zu suchen.

Aus meiner Anfangszeit heraus ist auch meine Abschlussarbeit entstanden: ein Einarbeitungs-Wiki, das Wissen bündelt und neuen Kolleg:innen Orientierung gibt. Es ist schön zu sehen, dass meine Schule dieses Projekt nicht nur nutzt, sondern auch bereit ist, es weiterzugeben.“

Paula, Ausbildungsjahrgang 2023/24 

"Die Verbindung von Inspiration und praktischem Tun empfinde ich als äußerst gelungen. Es werden die Inhalte behandelt, die ich mir eigentlich schon während meines Lehramtsstudiums gewünscht hätte.
Ein immer wiederkehrendes Highlight während des Neuen Referendariats ist die Begegnung auf Augenhöhe mit den Mentoren und der Seminarleitung. Wertschätzung und Respekt sind bezeichnend für den Ausbildungsprozess. Im Modul "Lernen in der Jugend" empfand ich als besonders bemerkenswert, dass der Fokus auf der Beziehungsarbeit mit den Jugendlichen liegt. In der Zeit der Pubertät empfinde ich diesen Aspekt als Schlüssel für eine gesunde und ausgewogene Persönlichkeitsentwicklung. Unsere Seminargruppe ist mittlerweile eine richtig eingeschworene Gruppe. Super vielfältig und gleichzeitig einander aufs herzlichste zugetan. Sowas erlebt man selten und stellt für mich eine wichtige Ressource dar, aus der ich viel Kraft, Optimismus und Inspiration schöpfe.
In meiner Ausbildungsschule fühle ich mich zu 100% angekommen, Arbeitskolleg:innen sind zu Freunden geworden. Ich habe das Gefühl, dass ich viel Spielraum habe, eigene Ideen und Vorschläge einzubringen und gleichzeitig auch die nötige Unterstützung durch meine Mentorin und die Schulleitung erhalte.“

Clara, Ausbildungsjahrgang 2023/24

"Ich möchte im Referendariat meine Lehrkraftpersönlichkeit weiterhin näher kennen lernen und ausbauen. Dabei schätze ich besonders die Reflexionsphasen mit meiner Mentorin und den Dozent:innen, die mich bei der Entwicklung meiner personalen Kompetenzen unterstützen. Ich wollte meine Annahmen und Überzeugungen kritisch reflektieren und neu denken, statt Strukturen weiterhin zu reproduzieren.
In meiner Ausbildungsschule in Lauf an der Pegnitz geht es mir gut – ich komme gefühlt so langsam richtig an und fühle mich immer wissender, stärker und brauchbarer. Die wöchentlichen Reflexionstreffen tun mir gut und auch, dass mir nun immer mehr zugetraut und Verantwortung übertragen wird. Außerdem ist es so ein erfüllendes Gefühl, wenn ich merke, die Kinder nehmen tatsächlich etwas aus meinem Unterricht mit und sie lernen, sie wachsen und in bei ihnen wird ein Interesse und eine Freude an meinen Themen geweckt...Ich liebe es auch, in anderen Schulen zu hospitieren, weil ich es richtig spannend finde, zu sehen, wie andere ihren Weg gehen...Ich picke mir aus allen Eindrücken das heraus, was ich als wirksam und für mich authentisch empfinde und kann so mein Repertoire als angehende Lehrkraft weiter ausbauen.
Alles in allem begeistert mich das Konzept des Neuen Referendariats sehr und ich sehe darin eine vielversprechende Ausbildung und Zukunft für mich, denn ich denke, dass es mich langfristig optimal handlungsfähig machen kann."

Hans-Christian, Ausbildungsjahrgang 2022/23 

"Ich bin aktuell an der Montessori-FOS in Lauf a.d. Pegnitz (Mittelfranken). Dort unterrichte ich in der Vorklasse, der 11. und der 12. Klasse Deutsch und Geschichte. Wenn ich an die Zeit des NR zurückdenke, fühle mich darin gestärkt, zu meinen Überzeugungen zu stehen und diese in der Schulpraxis einzubringen. Die Schule von heute empfinde ich in einigen Punkten als relativ starr und zwanghaft, nicht ausreichend gemeinschaftsfördernd und sehr konzentriert auf Leistung im traditionellen Sinn. Wir können den Mut stärken, bestehende Traditionen zu hinterfragen und konstruktiv mit neuen Impulsen umzugehen.
Das NR empfehle ich Menschen, die gemeinsam mit Gleichgesinnten eine zukunftsfähige Schule entwickeln möchten. Menschen, die daran glauben, dass sich dies umsetzen lässt."

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